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Eisbrecher

Deichbrand 2009 am 18.07.2009

Dampfend und hämmernd, wie die bis zu 75.000 PS starken Namensgeben, entern die fünf bayrischen Vertreter der „Neuen Deutschen Härte“ die „Water Stage“ gegen 22:30 Uhr. Als elektronischen Trip Rock bezeichnen die Gründer der Band ihre Kreation. Stampfend und gurgelnd und mit absoluter Urgewalt pflügen und drücken die Freistaatler sich immer wieder übers Publikum, ihrem Namen alle Ehre bereitend. Sänger Alexx charismatisch beeindruckende Stimme schiebt und kämpft sich haltlos und dennoch bestimmend über die mächtigen Elektroklänge, hämmernden Beats und wummernden Gitarrenriffs. Martialische Bühnenoutfits mit einem Hang zum Uniformfetisch, Nebel, eine blutrote Bühnenbeleuchtung und Skalpell scharfe Blicke zeigen sehr deutlich an: Vorsicht an der Bruchkante, wir kommen über Euch, Spaß war gestern – heute brechen wir durch!

Fast zwangsläufig entwickeln sich Bilder in meinem Kopf. Willem Barents kämpft sich durch die ewig tosende Tundra. „Kann denn Liebe Sünde sein“ droht es mir aus den Boxentürmen entgegen. Irgendwo zwischen Murmansk, den Aleuten, Alert und Tiksi pflügen sich Titel wie Angst, Antikörper und Phosphor durch meine Magengrube. Alexx schlägt den Takt mit Eispickeln, schaut finster ins Publikum. Kurz, hart und Prägnant, wie die Riffs und die Beats – wir sind durchgebrochen, irgendwo zwischen Barents und Amundsen!