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Jethro Tull

Pier 2 am 28.06.2009

In einer handelsüblichen „Jethro Tull Einheit“ gerechnet würde man 479953 mal das Stück „Locomotive Breath“ in seiner Urversion spielen müssen, um damit die 40 Jahre auszufüllen, in denen Ian Anderson mit seiner Querflöte die Front der Progressive Rock Band steht. Vom ersten Ton boten Mr. Anderson und seine Auswahl an „First Class Musikern“ die gewohnt grandiose Qualität, die Menschen jeder Generation seit eben diesen 40 Jahren auf jedes seiner Konzerte treibt. Wie ein Pfau wandelt der annähernd 62 jährige auf der Bühne auf und ab, reißt seine Augen weit auf beherrscht die Mimik und Gestik ebenso großartig wie die charmante und humoristische Koketterie mit dem Publikum.

Sofort bemerkt man den brilliant abgemischten Sound in der Halle, der jeden einzelnen der überwiegend 40+ Fans in genau der richtigen Dosis mit auf die Reise nimmt. „Tull“ ist nicht laut - „Tull“ ist satt & wohlig.

Bei Bachs Bourrče zieht sich ein „schnippsen“ und „grooven“ durch die Menge. An dieser Stelle wird jedem der Anwesenden klar dass der Besuch eines Jethro Tull Konzertes genau die richtige Art ist einen Sonntagabend zu beschließen, steigerbar nur noch durch die Vorstellung unter freiem Himmel, der untergehenden Sonne nachzuschauen und der Leichtigkeit der Töne folgen zu können.

Ian Anderson moderiert in seiner speziell humoristischen Art durch den Abend, der Besucher erfährt eine Menge über die Geschichten zu den Liedern, deren Ursprung, die Musiker und die Erlebnisse, denen Anderson sich während seiner langen Bühnenzeit ausgesetzt sah. Schottisch, ja schon fast britisch seine Brücken zwischen den Liedern. Mahmud Ahmadinedschad, der frisch verstorbene Michael Jackson, Henry der 8. oder Jimi Hendrix – Jeder musste hier einmal kurz aber heftig in die Knie gehen. Jedem mit Ausnahme des Iranischen Präsidenten wurde hinterher auch wieder eine Hand gereicht um ihm hoch zu helfen.

Nach wundervoll ausgeprägten Versionen von „Thick as a Brick“ und „Aqualung“ gab es mit „Locomotive Breath“ noch eine gut 8 minütige Zugabe bevor der charismatische Schotte die Bühne verließ.

Final könnte man den Abend als überaus gelungen bezeichnen. Schließend wir den Bericht mit dem Anderson Zitat des Abends… „Henry der 8. war ein genauso netter König, wie Ahmadinedschad einer ist, aber er war ein deutlich besserer Musiker…“

...Get ready for the whistler - I whistle along on the seventh day….