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Manfred Mann´s Earth Band

Music Hall Worpswede am 18.03.2009

Was soll man von einem Bandleader erwarten, der seit über 40 Jahren im Musikgeschäft aktiv ist? Seit 1971 gibt es die Formation „Manfred Mann´s Earth Band“, die sich abgesehen vom Mann an den Keyboards immer mal wieder veränderte. Der Sound blieb jedoch immer authentisch, echt, wie schon aus den Anfängen bekannt. Genau hier liegt die große Stärke der Musiker, die im Frühjahr 2009 in der Music Hall Worpswede für zwei Tage Station machten.

Leider war der Platz begrenzt und so wundert es nicht, dass viele Fans ohne die erhoffte Eintrittskarte ausgingen. Für alle, die dabei waren, begann eine Zeitreise. Eine Zeitreise zurück als Musik noch mit der Hand gemacht wurde, als die Leute auf der Bühne ihr Instrument oder ihre Stimme noch wirklich selbst beherrschten und damit für wirkliche Begeisterungsstürme sorgen konnten.

Besonders der Gitarist und Gründungsmitglied Mick Rogers zeigt, dass er über eine scheinbar unendliche Bühnenerfahrung verfügt und locker die aufwendigsten Soli einfach aus der Hand schüttelt. Nebenbei singt er im Duett mit Noel McCalla, der beweist, dass eine Stimme viel mehr als nur text transportieren kann. Hier werden Stimmungen, Gefühle, Eindrücke und für viele Besucher Erinnerungen auf die Bühne projeziert, die echte Glücksgefühle hervorrufen. Die Stimmung unter den Besuchern steigert sich mit jedem Stück, selbst ruhige Passagen lassen die Fangemeinde mitschunkeln. Für die meisten wird die Vergangenheit wieder zur Gegenwart. Teilweise sind einige Fans mit ihren Kindern in die Musichall Worpswede zum Konzert gekommen und vermitteln so der Jugend, dass es noch andere Musik als „DSDS-Casting-Stars“ oder Retortenbands diverser Plattenfirmen gibt.

Manfred Mann interessiert das hinter den Keyboards wenig. Mit dem großen Hut erinnert er fast an Crocodile-Dundee, aber hier sind die Finger viel schneller und präziser. Er zeigt ganz klar, welches Potential hinter den Tastentürmen steht: Mit einer Hand dirigierend spielt er seine Soli, vermittelt den Eindruck, dass nichts diese fast grenzenlose Live-Erfahrung auch nur im Geringsten verunsichern kann. Die Vorstellung wird durch den Bassisten Steve Kinch und den Drummer Jimmy Copley abgerundet. Auch diese Musiker lassen zwischendurch ihr Können aufblitzen.

Doch gerade wenn alle sich richtig ausleben, ihre Fähigkeiten richtig zeigen, wie etwa bei „Mighty Quinn“, welches wohl schon fast auf eine Länge von 15 Minuten kommt, geraten alle Anwesenden in einen trance-ähnlichen Zustand – Gänsehaut, feuchte Augen und endloses Glückgefühl inklusive. Mehr kann man als Konzertbesucher nicht erwarten.