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Stefan Gwildis

Pier 2 am 24.02.2009

Soulfan! – vom Feinsten.

Da isser, der Herr Gwildis und er hat die Taschen randvoll gefüllt mit Soul. Und weil er so ein richtig netter Typ ist, der Herr Gwildis, verteilt er ihn auch gleich mal kräftig unter dem Publikum, den Soul, der Herr Gwildis – und dort nimmt man ihn mit weiten Armen dankend auf, den Soul.. ..und den Herrn Gwildis natürlich auch.

Der Soulvater der intelligenten „Eindeutschung“ von Klassikern gab sich mal wieder die Ehre das kleinste Bundesland zu besuchen, sozusagen ein Besuch unter Hanseaten, wenn man so will. Das kam an! Und wie – ausverkauftes Haus im PIER2. Gewohnt charmant und persönlich ging der „Triebtäter in Sachen Soul“ auf „sein“ Publikum zu und ein. Direkt zum ersten Stück, einem Medley hielt es ihn nicht auf der Bühne, er überbrückte den Graben und ging auf Tuchfühlung zur ihm huldigenden Audienz.

Man merkt dem 50Jährigen an, das er über eine schier unglaubliche Bühnenerfahrung verfügt und ihm diese Musik einfach Spaß macht. Seine Bühnenpräsenz, der Flirt mit dem Publikum jeden Alters und die Koketterie mit den Fußfesseln des öffentlichen Lebens bilden für ihn eine bunte Palette an Farben mit deren Hilfe der Meister aus einer leeren Leinwand auf der Staffelei des PIER2 ein lebendiges und strahlendes Gemälde hervor schält. Wer die Klassiker erwartete, der bekam sie. Wer auf das neue Material gespannt war, wurde ebenso nicht enttäuscht. Marc Cohns Hymne „Walkin‘ in Mephis“ avancierte zu „Gestern war Gestern“ und wurde vom größten Teils bürgerlichen Publikum, mittleren Alter aufgesogen und mit Erinnerungen gefüllt wie ein spröder Schwamm. Eigenkompositionen wie „Wo bist Du grad“ berührten tief, die „Spinnig Wheel“ Adaption „Laß den Dingen ihren Lauf“ treiben den Funk unters Publikum. Bei der Gwildis-Version von Dallas „Caruso“ –„Keines Menschen Auge“ überzieht seine Reibeisenstimme den Saal mit einem Netz von Gänsehaut.

Gwildis zeigt was Gwildis kann, sein Publikum grooved, lacht, lauscht, freut, tanzt und singt mit ihm. Stefan Gwildis ist ein unglaublicher Entertainer, dem man einfach abnimmt was er sagt und singt. So wie seine Texte nie peinlich, nie platt sind, so ist er nie weniger als 100% Gwildis. Auch wenn das „Wunderschöne Grau“ an diesem Abend ausblieb, das „Soulman“ Gwildis ein riesen „Soulfan“ ist, nimmt ihm einfach jeder ab, auch ganz ohne die geschmackvollen Kaffeetassen am Merchandisingstand. Fan sein ist hier nicht nur ein Lippenbekenntnis, es sein denn, es sind die Lippen des Meisters selbst, treffend Formuliert: „Mama mag ihn“, das Publikum auch!