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Marius Müller-Westernhagen

Color Line Arena am 22.12.2008

In ein Meter hohen Buchstaben thronen zwei riesige Grafitti’s links und rechts der Bühne „Birthday Bash“. Unmissverständlich nennt er Ross und Reiter der Herr Westernhagen, als er zu diesem Abend, einem von Vieren in der Republik, lädt - hier in der Heimatstadt des Wahlhamburgers. Westernhagenkonzert „Ad Paradoxum“ könnte man meinen, Graffiti‘s sind nicht eben das, was der Eigenheimbesitzer mittleren Alters mit Marius und seiner Musik in Verbindung bringen möchte. Im Vorprogramm die Punkrockband „Battle Cat“, in der seine Tochter Mimi singt – und dann auch noch ein Wunschkonzert. Da hat er sich was zugemutet , der Herr Westernhagen, wo er sich doch nie vorschreiben lassen wollte, das er zu singen und zu tun hat, das macht er nicht, der Marius - nun hat er´s aber doch getan.

Heraus kommt eine große Tüte „Buntes“. Es war eh ein Abend für Fans und so genossen es die ca. 11000 Anwesenden denn auch sehr, ihr Idol nach über 30Jahren dazu bewegt zu haben endlich einmal „Taximann“ zum Besten zu geben, wenn auch wiederwillig. Ebenso grandios „Hier in der Kneipe fühl ich mich frei“, nie auf einem Album erschienen, Titelsong zu einem „Schimanski-Tatort“. Marius röhrt, schreit, tobt, raunzt, seufzt und feiert über die Bühne. So manch einer im Saal fragt sich unmittelbar, ob er mit 60 auch noch so eine gute Figur machen wird. Marius wirkt topfit, hochmotiviert und wunschlos glücklich. Die Show wird mit „Goodies“ gespickt. Ehefrau Romney stößt bei „Sexy“ in den Backgroundchor. Rapper „Curse“ gibt seine „Flows“ zu einer, zugegebener Maßen, recht eigenwilliger Version von „Freiheit“. Die Band, wie immer eine auf den Punkt gebrachte Auswahl von „Wunschmusikern“. Die große Konstante, „Jay Stapley“ und die schier unglaubliche „Della Miles“, die mit ihrer nicht mehr in Worte zu fassenden Stimmgewalt den Saal nahezu in ekstatischem Jubel treibt. Der Altmeister geht effektvoll vor ihr auf die Knie und neigte sein Haupt, schätzungsweise gut und gerne 7000 anwesende Herren, würden bei ihrem Stimmausbruch , in Mitten eines Regens aus goldenen und silbernen Konfettistreifen, in der Ballade „Wieder hier“ wohl ohne Weiteres, bis zum Letzten gehen um, sie für sich zu gewinnen.

Spontan aufklingende Geburtstagsgesänge aus 11000 Kehlen. Ein Künstler, der es wie kaum ein Zweiter in diesem Lande versteht, eine Show zu inszenieren. Gnadenlos glückliche Fans und die Hoffnung mit 60 Lenzen vielleicht auch noch ein wenig von diesem Charme und dieser Fitness zu besitzen, all dies machte den „60th Birthday Bash“ in der Color Line Arena zu einem unvergesslichen Abend. Wohl für Herrn Westernhagen ebenso, wie für alle anderen, die daran teilhaben durften. Danke Marius! – wir freuen uns auf mehr von Dir… …und, herzlichen Glückwunsch – Nachträglich.